Wie einige andere hier auch bin ich erstmals bei meiner Recherche über Beagle Pain auf dieses Form gestoßen . Seit gestern haben wir die traurige Gewissheit , dass auch Kasper davon betroffen ist . Da mir die vielen Erfahrungberichte hier sehr geholfen haben ( geteiltes Leid ist halbes Leid ) möchte ich auch Kaspers Geschichte kurz erzählen .
Am Montag , der einzige Tag in der Woche , an dem noch gutes Wetter war , unternahmen wir mit unseren Lieblingen einen langen Spaziergang . 2 Stunden land wurde nur getobt und gerannt , zwischendurch zwei mal zur Abkühlung in der Ostsee gebadet . Das brachte selbst mein Energiebündel Kasper an seine Grenzen und er lag den Rest des Tages friedlich in seinem Körbchen , ohne Unsinn zu machen .
Am nächsten Tag zog ein Unwetter über uns hinweg , weshalb wir nur wegen der nötigsten Dinge kurz vor die Tür gingen . Kasper war immer noch schlapp , ich führte das auf den gestrigen Spaziergang zurück und freute mich , dass ich meinen Hund mal so richtig auslasten konnte .
Am nächsten Morgen stand ich auf und bereitete Kaspers Futter zu . Normalerweise steht er dann sofort neben mir ,aber an diesem morgen kam er einfach nicht . Ich rief ihn und raschelte mit der Trockenfutterbox , noch immer nichts ( was für einen Beagle schon sehr ungewöhnlich ist ) . Ich machte mir sorgen und suchte ihn . Er lag noch in seinem Korb . Als ich ihm das Futter vor die Nase hielt , stand er schwerfällig auf und folgte mir in die Küche . " Das muss aber ein schlimmer Muskelkater sein " dachte ich mir . Am Abend wollte ich ihn in seinen Korb tragen , nachdem er den ganzen Tag schon teilnamslos dagelegen hatte . Als ich ihn berührte , quietschte er vor schmerzen .
Am nächsten morgen wollte er nicht einmal für Futter aufstehen , er pullerte im Liegen in seinen Korb , sobald ich auch nur die hand in seine Richtung bewegte , quietschte er . Mir war inzwischen klar , dass das kein Muskelkater sein konnte und rief voller Panik meine Tierärztin an . Sie hatte gleich eine Vermutung und wir fuhren hin .
Nach grad mal zwei Minuten Untersuchung stellte sie die Diagnose Beagle Pain . Eine im Anschluss durchgeführte Blutuntersuchung bestätigte das .ICh hatte bis dahin noch nie etwas von dieser Krankheit gehört und was ich nun erfuhr versetzte mir einen schock : Meningitis , Entzündung der Blutgefäße , Neurologische ausfälle und Organschäden möglich , möglicher Chronischer Verlauf...!
Nachdem Kasper zwei Spritzen bekommen hatte ( mit denen es ihm auch sofort besser ging ) fuhren wir wieder nach hause , eine gewaltige Ladung Prednisolon und Schmerzmittel im Gepäck !
Zuhause angekommen setzte ich mich an den Pc und recherchierte . So bin ich hier gelandet .
Mit den Medikamenten geht es ihm erstmal wieder gut , wenn das so bleibt, darf ich mit ihm ihn zwei wochen wieder zum training . Ich versuche ihn ganz normal zu behandeln und nicht die Krankheit in den Vordergrund unseres zusammenlebens zu stellen , aber bei so einer Diagnose fällt das schon schwer .
So , das ist unsere Geschichte . Ich würde mich über weitere Infos zu diesem Thema freuen , besonders was langfristige Prognosen betrifft . hab gehört , dass es ab nem Alter von 2 Jahren oft komplett verschwindet , stimmt das ? was habt ihr so für erfahrungen im Laufe der Zeit gemacht ?
Ich denke du liest erst einmal alles durch, was hier in dieser Richtung schon gepostet wurde, dann hast du vielleicht noch speziellere Fragen.
Pognosen? Nun ja, es kommt definitiv darauf an, wie schnell diagnostiziert wurde und wie behandelt, es klingt bei euch gut, schnelle Diagnose und auch Behandlung.
Jeder Hund reagiert anders, wir drücken euch die Daumen, dass alles gut wird. Der chronische Verlauf ist eher seltener und sicherlich abhängig von vielen Kriterien.
herzlich willkommen. Wir sind auch betroffen, aber wir sind der Fall - Rückfall mit monatelangen cortisonfreien Zeiten.
Wenn Du Fragen hast, dann bitte gezielt. Wie Ramona schon schreibt, gibt es viel zum Lesen zum Thema mit unterschiedlichen Verläufen. Zum einen chronisch, dann so ein Mittelding wie wir, dann wirkliche komplette Heilung.
Zitat von Kaspers Mama hab gehört , dass es ab nem Alter von 2 Jahren oft komplett verschwindet , stimmt das ?
Nö! SMRA tritt häufig in den ersten zwei Jahren auf, kann aber auch später sein. Die meisten Fälle zeigen sich aber in den ersten zwei Lebensjahren. Dann gibt es zwei Möglichkeiten Heilung für immer oder eben nicht. Es hat also nichts mit dem Alter, sondern dem Verlauf der Krankheit an sich zu tun.
Laßt Euch nicht entmutigen. Ein Hund kann auch mit der Diagnose SMRA leben. Das zeigen hier viele Beispiele.
Ich z.B. habe mich damit abgefunden, dass Edi einen Rückfall bekommen kann, dann eine 3-montige Corti-Therapie hat und dann wieder für 9 - 10 Monate drogenfrei ist. Ich hoffe zwar jedes Jahr auf komplette Heilung, aber wenn es nicht geht, dann leben wir auch damit.