Sie sind vermutlich noch nicht im Forum angemeldet - Klicken Sie hier um sich kostenlos anzumelden Impressum 


Sie können sich hier anmelden
Dieses Thema hat 6 Antworten
und wurde 223 mal aufgerufen
 Brennpunkt - Beaglegesundheit!!!
Supi Offline

Welpe

Beiträge: 5
Punkte: 5


25.03.2011 12:26
Bitte Erfahrungswerte zur Krankheitsgeschichte von Cooper Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben,

ich hab hier jetzt schon so einiges gelesen bzgl. BP und ähnlichem, aber mit meinem Beagle-Schatz Cooper komm ich momentan nicht weiter.
Ich würde mich hier gern einfach mal mitteilen und Eure "hundeerfahrene" Meinung dazu kriegen.

Ich versuchs in Kürze zu schildern:

Unser Cooper hatte zum ersten mal einen "BP-ähnlichen" Anfall mit 6 Monaten, er ist mein 1. Hund und unerfahren wie ich war bin ich bei ersten Anzeichen, wie Augenausfluss, schlappheit, wenig gefressen zu unserer "Dorf" Tierärztin, die hat mich beruhigt ihn untersucht und gesagt das wäre ein Infekt, er hatte auch leichte Temperatur, deswegen sicherheitshalber Antibiotikum. Dann Wochenende sehr verschlimmert alles und ich nervlich am Ende weil ich meinem kleinen Welpen nicht helfen konnte, Fieber wurde immer mehr und so hab ich eingepackt und bin in die nächste Tierklink gefahren.

Die Tierklinik in Nürnberg wo wir sind, hat wohl schon bissi BP-Erfahrung und somit haben Sie mir auch gleich von Ihrem Verdacht erzählt, weil er auch die typischen Hirnhautentzündungszeichen hatte (nicht zum Napf runter, nicht hochspringen, ganz schwer aufstehen, nicht anfassen lassen im Kopfbereich...). Da es aber nur ein Verdacht war, haben Sie mir erst mal ein anderes BP-sinnvolleres Antibiotikum mitgegeben und Novalgin-Tropfen (fiebersenkend und schmerzlindernd).

Darauf hat sich Coopis Zustand zusehends wieder verbessert, ich bin nochmal in die Tierklinik und der Arzt meinte, das wir wohl Glück hatten und es wohl doch kein BP wäre.

Soweit so gut, das war April! Im August Cooper jetzt fast 10 Monate alt, wieder krank, Anzeichen diesmal etwas anders, hauptsächlich konnte er sein Maul nicht mehr öffnen und hatte blutigen Speichel, nichts mehr gefressen, Fieber und wieder die Hirnhautentzündungsmerkmale. Ich diesmal nicht gezögert sondern gleich wieder in die Tierklink, war eh wieder Wochenende!
Dort schwere Diskussion bzgl. Liquorpunktion, musste mich innerhalb von 15 Min. entscheiden ob ja oder nein und musste ihn dazu übernacht dort lassen. Und hatte ja nicht wirklich Ahnung ob gut oder nicht! Das war die schlimmste Nacht meines Lebens mein armer kleiner Schnauz, so krank und dann auch noch alleine! Furchtbar hab nur geheult.
Am nächsten Tag, hab ich ihn sobald wie möglich abgeholt, und er kam mir freudig wedelnd entgegen! Leider hatte die Punktion kein klares Ergebnis gezeigt obwohl noch kein Kortison und Antibiotikum! Hab lang mit den TÄen diskutiert, hab viel im Internet recherchiert, viel bei euch hier im Forum gelesen. Konsequenz war, Kortison Therapie von August bis Dezember 2010! Ich hab alles befolgt, immer KOntakt zur Klink, Reduzierung ganz langsam (er bekam Prednisolon von 50mg bis zu 2,5mg am Tag zum Schluss und anfangs wieder dieses Chleorobe Antibiotikum um sicher zu gehn zwecks Infekt). Das einzige was sie feststellen konnten war ein extrem hoher Entzündungsmaker (CRP Wert) im Blut, nichts in dem Liquor, keine Bakterin im Speicheltest aus dem Maul, nichts am Röntgen bzgl. Kiefer usw.!
Ab dem Kortison gingen die Symptome zwar weg, aber ich hatte nicht mehr meinen temperamentvollen Cooper wie zuvor, er nahm zu ziemlich schnell ca 4 kg. Er war träge, musste unheimlich viel pinkeln war verfressener als je zuvor und einfach irgendwie in einer anderen Welt. Phasenweise war alles ok, aber manchmal war ich mir nicht sicher ob das Kortison mehr schadet als hilft????

Parallel dazu war ich noch bei unserer Dorftierärztin, weil ich einfach jemanden vor Ort brauchte, sie ist was Homöopathie anbelangt sehr gut ausgebildet und hat mit dem Cooper dann so ne Anamnese gemacht und ein Mittel kam dabei heraus das heißt Rhus toxicodendron das gibts als Globuli und in Ampullen von der Firma Planta Vet, da musst ich ihm anfangs täglich eine geben und dann auch reduzieren! (nebenbei sind diese Ampullen nicht grade billig aber zu der Zeit hätt ich alles gemacht!)
Seit er dieses Mittel bekommen hatte wurde sein Zustand zusehends besser und auch die Ärzte in der Tierklinik Nbg. waren überrascht und kannt auch unsere TÄ und haben das befürwortet! Und waren sich auch immer unsicherer ob Cooper wirklich BP hat!
Somit konnten wir das Kortison auch immer mehr reduzieren!
Ganz symbolisch bekam Coopi die letzte Kortison-Tablette am 31.12.2010 und ich hab mir so gewünscht das es wirklich kein BP war und wir jetzt Ruhe haben. Ihm gings auch wieder sehr gut, war frech und lebendig und ich war so glücklich das wir anscheinend doch richtig gehandelt haben.
Die homöopathischen Ampullen hab ich ihm noch bis Anfang Februar 1x wöchentlich gegeben.

Ich war wirklich sehr erleichtert und hab mich fest darin geübt, daran zu glauben, das jetzt alles gut wird! Nicht mehr übervorsichtig zu reagieren den Cooper nicht mehr ständig genauestens zu beobachten und einfach froh zu sein das es ihm gut geht.

Im Februar hab ich das Trockenfutter umgestellt, das Trockenfutter das Cooper seit Welpe bekam, mochte er einfach nicht mehr fressen, und ich hab dann recherchiert und mich für VET CONCEPT entschieden hat er sehr gern gefressen.

Ende Februar dann ca. nach 3 Wochen neuem Futter, hat er angefangen sich fürchterlich zu kratzen, einmal unbemerkt so schlimm das das Fell weg war und es geblutet hat. War mir zu riskant bzgl. Entzündung als bin ich zu unserer TÄin. Die meinte Milben, nicht so schlimm, aber die Stelle könnte ein Ekzem werden also Vorsicht. Sie hat ihm dann ein (denke normales) Spot on Mittel auf den Nacken gegen die Milben und auchg gegen Flöhe usw. (ich hatte sowas bisher vermieden weil ich einfach keine nicht wirklich notwendige Chemie benutzen wollte!) sie meinte in 1 Woche sind alle Milben weg und für die aufgekratzen Stellen hat sie mir ne pflanzliche Tinktur mitgegeben die ich täglich 2x auf die Stellen geben sollte.

Das Kratzen hörte auch auf, aber bis heute sind keine Haare nachgewachsen. Und irgendwie wurde der Cooper, ob seit neuem Futter, seit Milbenmittel oder was auch immer, ich kanns nicht genau sagen, zusehends ruhiger, schlapper, desinteressiert, waren nur kleine Anzeichen und da ich auf dem Gebiet eh sehr sensibel bin, hab ich die Ärztin gefragt und sie meinte kein Grund zur Ursache.
Parallel dazu, hab ich nochmal sein Futter umgestellt, langsam natürlich, auf ein Nassfutter! Das heißt Pet Fit, und die garantieren 100% Natur, und über 60% Fleischgehalt im Futter, kommt also wohl schon nahe ans barfen.
Hab so einiges gelesen über Trockenfutter und man hört ja unterschiedlichstes, und ich hab entschieden, das ichs probier, weil wenn die Chance bestünde das es Cooper mit dem "frisch" Futter besser ginge, wär ich blöd wenn ichs nicht nutzen würde, so meine Gedanken! Er frisst das Futter auch total gern, und richtiges BARFEN trau ich mir noch net zu und hatte auch bedenken das ich bei Fehlern mehr Schaden anrichten könnte.

Am Freitag vor einer Woche, bin ich wieder hin zur Absicherung weil wir am Samstag an einer Beaglewanderung teilnehmen wollten, und Cooper sich wieder an der Stelle gekrazt hatte mehrmals und es auch wieder etwas blutete (war aber kein Ekzem nie) ich wollte einfach sicher gehn das nicht wieder Milben da sind und wir evtl. alle anderen Beaglechen anstecken könnten.
Die TÄin fand es auch seltsam das immer noch kein Fell nachgewachsen war, hat ihm ein homöop. Mittel gespritzt (Sulfur glaub ich) für die Haut allgemein gut hat mir von der Tinktur wieder was mitgegeben und gesagt keine Milben wir können mitgehn bei der Beaglewanderung. Hat ihn so noch untersucht und in einem Ohr war etwas Grint vorhanden, was auf ne Entzündung wohl andeuten kann. Hat gesagt ich solls gut reinigen und saubermachen und beobachten, aber nicht weiter gefährlich.
Gesagt getan! Samstag 2,5 Stunden Beaglewanderung, aber hatte von Anfang an das Gefühl das Cooper wenig Interesse an den anderen Hunden hatte und ich meinte das seine Haltung nicht ganz so agil war wie sonst.
Allgemein ist mir so im direkten Vergleich mit den ganzen Beaglen von 7 Monate bis 9 Jahren, erst mal so richtig aufgefallen, das mein lieber guter Cooper kein so ausgelassener top fitter Hund ist, war insgesamt ganz schön traurig für mich.
Wer dran glaubt könnte behaupten ich hätte somit das negative rangezogen, den prombt nach der Wanderung, endete mit gemeinsamen Mittagessen, hab ich gemerkt das was nicht stimmt. Cooper war ganz traurig und schlapp und als ich angefasst hab auch ganz heiß!
Da ich aber immer alles mitschleppe wenn wir unterwegs sind, hatte ich Fieberthermoter und Notfall-Globulis dabei. Er hatte 40 Grad Fieber!
Hab ihm dann sofort die Globulis gegeben und seine Box im Auto abgedunkelt und versucht zu beruhigen, Cooper wird da immer sehr anhänglich und weicht nicht von mir!
Wir sind dann heim, war ja wieder Wochenende(!!!!) und die TÄin nicht da. Jetzt hat Sie immer so gesprochen als wärs ja nie BP gewesen und als Verfechterin der Homöopathie sagt sie Kortison wenn möglich vermeiden, es mildert die Symptome aber behebt nicht die Ursache.
Also bin ich nicht sofort in die Tierklinik. Hab ihm nach 2 Stunden nochmal so ne Ampulle von dem Rhus t. gegeben (Cooper bekommt immer nur dieses eine Mittel) und dann ging das Fieber auch wirklich runter, es ging ihm langsam besser und er hat normal gefressen und Verdauung hat auch funktioniert!
Fieber hatte er nur am Sa für ca. 4-6 Stunden, aber so die Anzeichen waren wieder vorhanden. Am Sonntag waren wir beide nur am Sofa (da er ja nicht von mir weggeht!) ich hab ihm kühle Waschlappen drauf, hab ihm nochmal so ne Ampulle gegeben und da er da auch immer sehr verschleimt wirkt Pfefferminztee mit HOnig, was er sonst net mag, deswegen dacht ich hats geholfen;-)!
Sonntag abend bzw. Nachts hatte ich den Eindruck hatte er doch Schmerzen, aber ich wollte soweit irgendwie möglich auf chemisches verzichten, weil des ja die homöop. Sache voll durcheinanderbringt.
Am Montag Früh bin ich gleich zur TÄin hab alles erzählt, und die schaut mich dann immer an wie ein "Mondschaf", hab schon oft das Gefühl das sie mir nicht alles glaubt, und sie meinte auch ich soll mich nicht so sehr reinsteigern, das wäre wohl ein Infekt gewesen, und durch die Überanstrengung bei der Wanderung das Fieber. Dann hat sie mir sein Mittel wieder mehr mitgegeben und zur Abwehrsteigerung hat er noch Engystol bekommen, auch was pflanzliches.
Seit dem gehts ihm nicht wirklich schlecht aber auch nicht wirklich gut, aber er frisst sein Futter gern und viel, er geht Gassi, aber seine Haltung ist noch nicht entspannt und er liegt auch noch viel müde und anteilnahmslos rum.

Mein größtes Problem ist die Ungewissheit darüber was Cooper eigentlich wirklich hat! Und grad in Bezug auf BP gibt es so viele verschiedene Meinungen.
Meine Heim-Tierärztin sagt, eigentlich is es egal ob BP oder nicht hauptsache wir haben ein Mittel das greift!
Aber eine Rest-Angst bleibt, das er es doch hat und ich ihm anders helfen müsste!
Der Vertreter von dem Nassfutter, sagt das die Umstellung dauert und das der Hund sich erst an die neuen NÄhrstoffe umgewöhnen muss, und das er schon andere chronisch kranke Hunde hatte bei denen sich die Symptome erstmal nochmal gezeigt haben aber nach nem Viertel Jahr wären die richtig fit geworden!
Mein Hund ist der wichtigste "Mensch" in meinem Leben ;-) und ich häng so sehr an ihm, das mich das alles einfach täglich beschäftigt und ich find aber keine Lösung und keinen optimalen Weg wie ich weiter machen soll.????

Sorry für die LANGE Geschichte, aber leider ist sie echt schon lang, und ich bin dankbar und froh über jeden Austausch und Erfahrungswerte und Mut, das ich weiterhin Kraft hab für meinen lieben Cooper!

Vielen Dank schon mal, Grüße Susi & Cooper

Angefügte Bilder:
IMG_2913 b.jpg  
Chris

25.03.2011 14:15
#2 RE: Bitte Erfahrungswerte zur Krankheitsgeschichte von Cooper Zitat · antworten

Hi Susi & Cooper,

man das iss aber wirklich eine lange und bewegende Geschichte!
Kann Dir gut nachempfinden was Du da durchgemacht hast und noch immer durchmachst!
Unser Rico war fast eine Woche ohne uns und für uns war es ... ja irgendwie als wenn jemand das Licht ausgeknipst hat! Man funktionierte nur noch hatte aber keine Freude mehr am Leben ... das trifft es wohl.
Mit BP habe ich leider (oder zum Glück) keine Erfahrung ... was mich bei Deinem Bericht aber sehr verwundert hat iss folgendes:
wenn Rico sich nich wohl fühlt zieht er sich zurück und iss alles andere als Anhänglich. Ich las auch das dieses Verhalten "normal" sei da bei Wölfen es wohl so sei dass der Kranke evtl. verstoßen bzw. getötet wird.
Anstelle auf Milben bei der Fütterungsumstellung hatte ich eher auf eine Allergie getippt. Kenn dieses Gekratze von einem Labrador von Bekannten. Der kratzte sich immer am Ohr blutig, wo kratzt sich Cooper?

Dann muss ich noch sagen dass der Rico als wir ihn aus der Klinik am 28.02 abgeholt haben, dass an seinem rechten Ohr Innenseitig auch ein großer Fleck iss wo sein Fell fehlt ... und dieser Fleck iss bis heute noch vorhanden. An seinen Beinen wo die Kanülen lagen sieht man die rasierten Stellen auch noch leicht.
Vielleicht dauert es mit dem Fellnachwuchs einfach noch ein bisschen ...

Es tut mir leid dass ich Dir nich weiterhelfen kann aber ich drücke Euch Beiden ganz doll die Daumen ... Ungewissheit iss wirklich das Schlimmste und auch die Angst kenne ich zu Genüge. Mache mir auch immer viel zu viele Gedanken und habe Angst dass Rico mal wieder so krank wird!

LG Chris

lilli2010 Offline

EinsteinBeagler

Beiträge: 3.366
Punkte: 3.388


25.03.2011 16:58
#3 RE: Bitte Erfahrungswerte zur Krankheitsgeschichte von Cooper Zitat · antworten

Hallo Susi,
ich habe mir die Krankheitsgeschichte durchgelesen.
Hier im Forum gibt es ja viele Betroffene von BT,ich denke die können dir mehr Auskunft und ggf. Tipps geben.
Auch wenn ich keine Tipps geben kann,wünsche ich euch das bald eine eindeutige Diagnose gestellt werden kann.

Liebe Grüße Nadine

Hilderlein Offline

Profi-Beagler

Beiträge: 1.912
Punkte: 1.914

25.03.2011 23:03
#4 RE: Bitte Erfahrungswerte zur Krankheitsgeschichte von Cooper Zitat · antworten

Hallo Susi,

ein ziemliches auf und ab was ihr da erlebt.
Nun, wie denke ich, unsere Luna hat BP.

Diese Krankheit kann durch Stress zu Rückfällen führen, sollte Cooper einen Infekt gehabt haben, so kann das durchaus einen Rückfall hervorgerufen haben, denn blutiger Speichel, hat sicherlich eine andere Ursache, nicht direkt BP.

Ich denke im ersten Moment auch, dass es eventuell keine Milben waren, sondern nicht nur eine Futtermittelunverträglichkeit, sondern wohl schon eine Allergie. Aber auch eine zu schnelle Futterumstellung kann wiederum Stress sein, aber du schreibst ja, du hast es langsam vollzogen. Was ein Vetreter vom Nassfutter berichtet, das würde ich erstmal gar nicht beachten, wichtig ist, wie siehst du Cooper und das scheint eher ein nicht so fitter Hund zu sein.
Pet Fit ist glutenfrei, welches genau gibst du? Es kann auch eine Unverträglichkeit gegenüber einer fleischsorte sein.

Deine TÄ ist scheinbar auch eine THP, wenn sie so mit homöopathischen Mitteln arbeitet? Dann kann sie auch feststellen, auf welche Zusätze oder Produkte Cooper allergisch reagiert.

Was bedeutet, dass Liquor hat kein klares Ergebnis gebracht? War es ein Fehler bei der Entnahme? Bei uns musste es auch wiederholt werden, sehr ungern, aber es brachte uns dann die richtige Diagnose!

Ich kann dich schon verstehen, es wird oft gesagt, dass man die negative Energie auf den Hund überträgt, aber mache dich damit nicht fertig!
Vielleicht kann hier auch noch mal jemand etwas zu den Homöopathischen Mitteln sagen, die Cooper hier bekommt, wie sie wirken, davon habe ich gar keine Ahnung.

Vielleicht wäre auch ein MRT mal angebracht, den so wage Tierärztliche Vermutungen sind schon merkwürdig. Cooper kann ja ganz andere Probleme haben, die sich so stressig auf sein Allgemeinbefinden auswirken.

Auf alle Fälle alles Gute für euch Zwei!!!!

Liebe Grüße
Ramona und Luna

Peem

26.03.2011 06:51
#5 RE: Bitte Erfahrungswerte zur Krankheitsgeschichte von Cooper Zitat · antworten

Zitat von Hilderlein


Vielleicht kann hier auch noch mal jemand etwas zu den Homöopathischen Mitteln sagen, die Cooper hier bekommt, wie sie wirken, davon habe ich gar keine Ahnung.



Ich kann zu Rhus Toxicodendron (Giftsumach) kurz was schreiben.
Es ist ist ein Mittel, das bei Beschwerden des Bewegungsapparates eingesetzt wird.

z.B. bei Zerrungen, Verrenkungen und Überanstrengungen, Gelenkschmerzen mit Steifheit, auch bei Infekten mit Gliederschmerzen,
- bei juckenden Hautausschlägen mit Bläschenbildung

Rhus Toxicodendron hat sich bewährt bei Hexenschuss und Ischias, bei rheumatischen Gelenkbeschwerden, bei Unruhe

Bei der Anamnese wird ja das Lebewesen im Ganzen betrachtet. Und es gibt homöophatische Mittel die zu bestimmten Charakteren passen.
Wie es bei Hunden ist, weiß ich nicht.
Aber soweit ich weiß, gibt es keine großen Unterschiede im Vergleich zum Menschen.

Wer genaueres über Rhus Toxicodenron erfahren will, kann HIER nachlesen.

Ich hoffe sehr, dass Du so schnell wie möglich eine brauchbare Diagnose für Cooper bekommst und wünsche Euch beiden alles Gute.

Miss Elly Offline

Aktiv-Beagler

Beiträge: 336
Punkte: 360


26.03.2011 09:10
#6 RE: Bitte Erfahrungswerte zur Krankheitsgeschichte von Cooper Zitat · antworten

Liebe Susi & Cooper,
ich habe Deinen Bericht sehr aufmerksam gelesen und weiß wie Du Dich fühlst. Meine Miss Elly ist am 27.10.2010 schwer erkrankt unnd mußte zunächst 4 Tage in der Klinik bleiben. Nach vielen Untersuchungen wurde dann auch BP und eine angeborener Herzfehler diagnostiziert.
Das war natürlich ein Schock für mich und ich hab die Welt nicht mehr verstanden. Miss Elly wird seit diesem Tag mit Kortison behandelt. Die behandlung startete mit 25mg und aktuell sind wir bei 7,5mg. Mein TA steht auf dem Standpunkt das Kortison über einen langen Zeitraum zu geben und es ganz langsam auszuschleichen.
Auch mir ging es so, dass ich meine Miss Elly unter 25mg Kortison nicht wieder erkannt habe. Sie war träge und nicht so agil wie normal aber dafür sehr verfressen. Mit der Dosis die sie momentan bekommt ist sie aber wieder ganz die alte.
Wo sie vergangenen Oktober beim TA war wurde ihr wegen dem Herzultraschall auch Fell abrasiert und das ist bis heute auch noch nicht vernünftig nachgewachsen.
Was soll ich Dir für einen Rat geben. Für mich war und ist immer wichtig das Vertrauen zum TA. Natürlich können die uns Laien viel erzählen, aber ich sehe ja wie geht er mit meiner Süßen um und da gibt es schon große Unterschiede. Mit dem Futter hab ich mich von Hilderlein beraten lassen (nochmals vielen Dank Ramona)und fahre damit sehr gut. Mir hat auch das Forum an sich sehr gut geholfen, weil ich mich dann nicht so alleine gefühlt habe.
Im April muß ich mit Miss Elly wieder zum Doc und dann steht die nächste Reduzierung an. Ich kann auch nur hoffen das die Methode von meinem TA die richtige ist, aber im Moment habe ich keinen Grund ihm zu mistrauen.
Liebe Susi, lass den Kopf nicht hängen uns sei STARK für Deinen Cooper

Sammy-Jo Offline

Welpe

Beiträge: 5
Punkte: 5


05.05.2011 14:10
#7 RE: Bitte Erfahrungswerte zur Krankheitsgeschichte von Cooper Zitat · antworten

Hallo Susi, hallo Cooper,

wenn ich deine Geschichte so lese, dann tut mir Cooper richtig leid. Ich weiß, wie schwer es ist, wenn man mit solch einem Erscheinungsbild keine Erfahrungen hat und sich auf die sog. "Fachleute" verlassen muss.

Wir haben inzwischen drei Beagle und beim dritten (einer Hündin, Jessie) traten die Symptome mit ca. 9 Mnaten auf. Sie stand schlecht auf, konnte sich nicht zu ihrem Futternapf herunterbeugen und konnte keinen Kot absetzen, da sie den Rücken nicht krumm machen konnte. Unsere TÄin hat zunächst auch die falsche Diagnose gestellt und ein Schmerzmittel gespritzt, dass nur kurz Abhilfe schuf. Am Wochenende wurde es so schlimm mit Jessie, dass wir die Tierrettung gerufen haben. Der Herr von der Tierrettung diagnostizierte gleich, dass es etwas mit der Wirbelsäule zu tun haben müsse. Wir sind dann am nächsten Morgen zur Tierklinik nach Harsefeld (liegt zwischen Hamburg und Stade)gefahren. Dort haben dann ein Kontratsmittel gespritzt um die Durchlässigkeit in der Wirbelsäule zu testen. Das Kontrastmittel konnte sich aufgrund der dort vorhandenen Entzündung nicht ausbreiten. Jessie musste ber Nacht dort bleiben und bekam Cortison. Am nächsten Tag holten wir sie so gegen 10 Uhr ab. Sie kam uns quicklebendig entgegen gelaufen. Der Arzt meinte, man solle BP mindestens 18 Monate lang behandeln, um die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass der Hund geheilt werden könne. Seit der Zeit bekommt Jessie Cortison (Prednisolon H). Wir sollten die Dosis immer weiter reduzieren (ausschleichen). Zum Schluss hat sie 5mg/Woche (1 Tag in der Woche) bekommen. Leider hatte sie vor 5 Tagen wieder einen leichten Rückfall. Sie ließ sich nicht anfassen und die Hinterläufe zitterten. Ich habe ihr dann sofort mit einer kleinen Mahlzeit eine 20mg-Tablette gegeben. Dann hat sie sich in ihr Körbchen gelegt und hat ca. 3 Stunden geschlafen. Danach war sie wieder die alte. Jetzt geht die Prozedur mit dem Ausschleichen wieder von vorne los. So wie ich vermute wird sie auf Cortison nie verzichten können, was aber aus meiner Sicht kein großes Problem darstellt.

Das Problem, dass sich m. E. stellt, ist, dass die Symptome sehr vielschichtig sind, und jeder Arzt seine eignen "Philodophie" hat, was die Behandlung angeht. So wie du die Sache schilderst, würde ich auf BP tippen. Unser TA hat geraten, nicht jeden Tag Cortison zu geben, da dieses auf Dauer die Nebennieren angreift, was dann zu anderen Beeinträchtigungen bei den Hunden führen kann. Dass Cooper öfter Urin absetzen muss, hängt eindeutig mit dem Cortison zusammen. Bezüglich des Futters haben wir bei Jessie die Menge auf zweimal 80 g reduziert (natürlich gibt's zwischendurch auch mal Leckerchen). Damit hält sie ihr Gewicht ganz gut. bei einem Rüden, der eventuell ja vom Körperbau massiver ist, kannst du ja ein bißchen mehr geben.

Was die anderen Symptome angeht, so glaube ich, haben sie nicht unmittelbar etwas mit BP zu tun. Allerdings wird durch die Einnamhe von Cortison das Immunsystem geschwächt. Bezüglich des Kratzens wüsste ich gern, an welcher Stelle Cooper sich kratzt. Hab das Phänomen bei meinem "Großen", ein inzwischen fast 4 Jahre alter Rüde (Sammy). Er kratzte und knabberte sich die Rute blutig. Die TÄin hatte den Verdacht auf eine Protein-Unverträglichkeit (bei der Herstellung von Trockenfutter kommt es wohl zu Veränderung der Proteine). Wir haben dann das Essen auf Anraten der TÄin umgestellt. Sammy wurde bekocht. Es gab Fisch mit Kartoffeln. Nachdem alles ausgeheilt war, der Haarwuchs ließ lange auf sich warten, haben wir es mit Protein reduziertem Futter versucht, was bisher gut funktioniert.

Ich wünsche Dir und Cooper alles Gute. Auch wenn dir manchmal zum Heulen zu Mute ist, denke daran auch mit BP und der richtigen Medikation ist ein lebenswertes Hundeleben möglich.

Viele Grüße aus Hamburg von Thomas und dem Dreigestirn

 Sprung  


ZooRoyal - Ihr Onlineshop für Tiere Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft! Hunde Tchibo - Jede Woche eine neue Welt!
Tierseiten.net - Links rund um Tiere und Haustiere

Image Hosted by ImageShack.us