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Dieses Thema hat 13 Antworten
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 Brennpunkt - Beaglegesundheit!!!
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Hilderlein Offline

Profi-Beagler

Beiträge: 1.912
Punkte: 1.914

01.06.2010 17:22
Medikamente bei Beaglepain Zitat · antworten

Medikamente bei Beaglepain

Ich habe in den letzten Beiträgen immer wieder von den verschiedensten Medikamenten während der Behandlung von BP gelesen.
Es wäre schön, wenn wir hier an dieser Stelle eventuell mal über die einzelnen Medikamente etwas schreiben könnten, so dass bei Bedarf jeder auch seinen TA danach befragen könnte.

Luna bekam von Beginn an „nur“ Prednisolon.
Sie reagierte selbst bei einem Wechsel des Herstellers mit einem Rückfall. Seither dürfen wir nur Prednisolon von der Firma acis verwenden, was sich allerdings nicht gerade als positiv erweist, da acis nicht alle Dosierungen bereithält und sich nicht alles so teilen lässt, wie wir es gern hätten.
Die Unverträglichkeit kommt von den verschiedenen Hilfsstoffen in den Medikamenten.

Seit einiger Zeit bekommt Luna noch Rascave herpar mite- ein leberunterstützendes Medikament in Tablettenform, zunächst hatten wir selbstständig zu diesen Tabletten gegriffen, da wir immer wieder Wasseransammlungen im Brustbereich vorfanden. Nach dem letzten Bluttest wurde die Dosis vom TA nun erhöht.

Liebe Grüße
Ramona und Luna

Nuffi Offline

Welpe

Beiträge: 12
Punkte: 12


04.06.2010 23:08
Medikamente bei Beagle Pain Zitat · antworten

Hallo ihr lieben,

ich bin die Sandra,mit der süssen aber leider kranken Maus Holly.Sie ist auch von Beagle Pain betroffen und ich wurde gebeten,was ich auch hiermit gerne tue,mal was über unsere Medikamente zu schreiben.
Also,was kann ich sagen.Das Prednisolon dürfte mittlerweile bekannt sein,Cortison.Sie bekommt das von ratiopharm.Cortison ist eigendlich ein Sammelbegriff für verschiedene Hormone,die der Körper selber bildet.Sie wirken beispielsweise bei juckreiz oder bei Entzündungen.Manchmal reicht das eigene Cortison nicht und man muss halt nachhelfen.Wie bei uns,unser Beagle Pain ist z.B. steril eitrig,das heist,es hat sich ohne äussere Einwirkung in ihr selbst gebildet,deshalb bekommen wir auch noch das Azathioprin.

Azathioprin ist ein Immunsuppressivum, also ein Wirkstoff, der die körpereigene Abwehr unterdrückt.
Das Immunsystem dient der Abwehr körperfremder Stoffe. Findet das Immunsystem solche Stoffe im Körper, folgt eine so genannte Immunantwort. Diese Immunantwort besteht in einer rasanten Vermehrung bestimmter, für die Abwehr wichtiger Blutzellen. Einige dieser Blutzellen produzieren Antikörper, die sich an den fremden Stoff "anheften" und ihn markieren. Daraufhin kann er von Fress- und Killerzellen erkannt und vernichtet werden.
Bei manchen Erkrankungen richtet sich die Aktivität des Immunsystems fälschlicherweise gegen körpereigene Gewebe und zerstört sie. Diese überschießende Immun-Reaktion kann Azathioprin verhindern.
Bei einer Organverpflanzung z.B. wird dagegen absichtlich fremdes Gewebe in den Körper eingebracht. Natürlich reagiert das Immunsystem auch hier mit einer Immunantwort und das Transplantat wird abgestoßen. Azathioprin kann diese Abstoßung verhindern.


Quelle:http://medikamente.onmeda.de/Wirkstoffe/...ikament-10.html

Ich musste mich natürlich auch erst belesen,was das alles mit unseren Hund macht,aber,ich muss echt sagen,es hilf.
Es geht ihr von Tag zu Tag besser,eigendlich schon nach 5 Tagen mit Azathioprin so gut,das ich sagen kann,ich hab endlich meine kleine Irre wieder.Irre weil sie total wild,verspielt war und immer rum gerannt ist,wie ne Katze,die ihre 5 Minuten hat.Das war alles weg,die Beagler die selbst davon betroffen sind oder waren,wissen was ich meine.
Ich hoffe,ich konnte etwas zur Erklärung der Krankheit und den Behandlungsmethoden beitragen.
Ich wünsch euch mit euren lieben noch ganz viel Spass und hoffe,das ihr verschont bleibt.

An alle liebe Grüsse von Sandra und Holly

Sammy-Jo Offline

Welpe

Beiträge: 5
Punkte: 5


28.07.2011 19:59
#3 RE: Medikamente bei Beagle Pain Zitat · antworten

Hallo Sandra,

bin ebenfalls ein BP-Geschädigter. Meine Jessie ist jetzt 2 Jahre alt und leidet seit gut einem Jahr darunter. Zunächst hatten wir geglaubt, dass wir es in den Griff kriegen. Sie bekam alle 6 Tage 5mg. Doch dann kam der Rückfall und wir sind wieder am Austesten, wie weit wir die Medikamentengabe strecken können.
Jesie bekommt allerdings nur Prednisolon.
Wie alt ist Holly denn und welche Dosis bekommt sie? Über welchen Zeitraum bekommt sie denn die Medikamente?
Jessie ist Gott sei Dank in der ganzen Zeit nicht anderweitig erkrankt(da sind nämlich noch zwei weitere Beagle). Also scheint ihr Immunsystem in Ordnung zu sein. Wie sieht es denn bei Holly aus mit Azathioprin?

Viele Grüße und alles Gute für Euch

Thomas und das Dreigestirn

Miss Elly Online

Aktiv-Beagler

Beiträge: 336
Punkte: 360


28.07.2011 23:03
#4 RE: Medikamente bei Beagle Pain Zitat · antworten

Hallo Thomas,
unsere Miss Elly ist ja auch im Oktober vergangenen Jahres an Beagle Pain erkrankt. Sie ist am 27.10.2010 erkrankt. Zunächst bekam sie Spritzen. Von 1.11.2010 bis zum 31.12.2010 bekam sie täglich 25mg Prednisolon. Vom 01.01.2011 bis zum 31.03.2011 bekam sie täglich 7,5mg Prednisolon. Danach sind wir auf 5 mg runter und dann auf 2,5mg. Vor drei Wochen konnten wir damit aufhören. Die letzten 4 Wochen bevor wir absetzten durften bekam sie nur jeden 2. Tag 2,5mg.
Unser Doc hat uns damals erklärt, dass es ganz wichtig ist, das sie das Prednisdlon ganz regelmäßig bekommt. Und dann muß es ausgeschlichen werden, Alles in allem hat Miss Elly 8,5 Monate Prednisolon bekommen.
Liebe Grüße
Conny

Tiger33

25.11.2011 09:47
#5 RE: Medikamente bei Beaglepain Zitat · antworten

Hallo zusammen,
ich bin hier neu und mein Hund Tiger leidet seit fast 3 Monaten an dem Beagle Pain Syndrom. Es wurde leider erst vor 4 Wochen erkannt und seit dem bekommt er täglich 25mg Prednisolon. Gestern hatte er einen schlimmen Rückfall und ich mach mir große Sorgen. Kann mir jemand Rat geben, was evtl. noch gemacht werden kann, damit er sich wieder besser fühlt? Ich finde, dass auch die derzeitige Kälte ein starkes Problem ist. Sobald er drinnen ist, gehts ihm wesentlich besser. Er ist 5 Jahre alt aber von Anfang an ein "Draussen Hund". Gibt es überhaupt Heilungschancen? Viele Grüße

Romy & Tiger

Hilderlein Offline

Profi-Beagler

Beiträge: 1.912
Punkte: 1.914

25.11.2011 10:42
#6 RE: Medikamente bei Beaglepain Zitat · antworten

Hallo Romy,

herzlich willkommen, wenn es auch aus einem traurigen Grund ist.

Kannst du etwas mehr erzählen über Tiger, wie alles so bisher ablief? Sonst wissen wir jetzt nicht, was wir raten können bzw. wie wir helfen können. Es gibt hier im Forum einige Betroffene, die dir gern helfen werden, aber zunächst berichte bitte etwas ausführlicher. Wie wurde es diagnostiziert, was genau bekam Tiger alles, wie verlief Tigers Leben bisher, hatte er manchmal schon Anzeichen einer Erkrankung? Was bedeutet "Draussen-Hund"? usw.

Wir haben hier auch schon sehr viel geschrieben, lies dich auch da erst einmal durch, vielleicht findest du schon die ein oder andere Antwort.

Mich verwundert zunächst vor allem das Alter von 5 Jahren und erst seit 4 Wochen erkannt.

Gute Besserung für Tiger!

Liebe Grüße
Ramona und Luna

Miss Elly Online

Aktiv-Beagler

Beiträge: 336
Punkte: 360


25.11.2011 23:29
#7 RE: Medikamente bei Beaglepain Zitat · antworten

Hallo Romy,
bischen merkwürdig klingt das schon alles. Unsere Miss Elly hat auch Beagelpain und hat gerade vorige Woche einen Rückfall gehabt. Nachdem es dann fest stand, dass es ein Rückfall ist hat sie sofort Prednisolon bekommen und es ging ihr schlagartig besser. Sie bekamm 3 Tage 25mg und seit vorigen Samstag sind wir bei 12,5mg. Ist es denn sicher das es Beagelpain ist? Wir stehen Dir auch gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Wir wünschen Deinem Tiger gute Besserung.

Liebe Grüße
Conny & die Mädels

Tiger33

29.11.2011 12:01
#8 RE: Medikamente bei Beaglepain Zitat · antworten

Hallo zusammen,

vielen Dank für Eure Antworten. Also mein Hund wird im Februar 2012 6 Jahre alt. Ich habe ihn von einer Züchterin aus Freiberg. Er war noch nie krank und am 26.08.11 während eines Waldspaziergangs fing das Ganze an. Er wurde langsamer, beugte den Kopf nach vorn unten und lief dann gar nicht mehr. Der Hals zuckte rechts sehr schlimm und am nächsten Tag kamen dann auch solche Schreie dazu. Schmerzschreie nehme ich an, so wie es vorigen Donnerstag wieder der Fall war. Er soll ja viel ruhen aber man muss ja mal paar Meter vor die Tür und da ging das wieder los. Seit Samstag fühlt er sich wieder relativ gut. Ich muss noch 2 Wochen lang das Prednisolon geben (25mg). Dann sind die 6 Wochen um und unser Arzt in Dresden entscheidet dann wie es weitergeht. Am Anfang haben die Ärzte auf den Halswirbel getippt und ihm 3mal Spritzen in den Hals gegeben, da dieser sehr verhärtet war. Aber es wurde nicht besser und wenn wir die Schmerztablette abgesetzt haben (Rymidal), dann fing das Zucken wieder im Hals an und er hatte wieder Schmerzen. Also erst seit dem 28.10.11 bekommt er die Prednisolon Kur. Vielleicht habe ich auch keine Geduld und es dauert eben so lange aber so 100% kann ich das nicht glauben das er das hat. Wir haben ihn auch komplett durchröntgen lassen und am Hals u der Wirbelsäule ist nichts. Sicher ist sich der Arzt bestimmt auch nicht zu 100% denn da müßten wir noch diesen gefährlichen Liquortest machen. Habt Ihr den alle machen lassen? Achso und Draussen Hund heisst bei mir, dass er im Zwinger in einer echt tollen Luxushütte schläft. Ansonsten hat er Auslauf in unserem großen Garten. Unser Haus steht direkt am Wald was machmal auch zum Nachteil ist. Meist im Winter macht der Räuber unseren Zaun kaputt und streunert durch den Wald. Also er lebt nicht mit im Haus. Ändern können wir das nun auch nicht mehr. Sein Fell wird sonst dünn werden oder kann ich ihn reinnehmen nachts? bei über -10grad darf er ja rein. Da schläft er im Keller. Im Wohnbereich geht das aber nicht. Wenn er manchmal durchhuscht, dann steht der sofort in der Küche und schaut sich nach was Essbarem um :). Noch eine Frage: Kann man zu dem Pred. auch zusätzlich die Schmerztablette geben? Eher nicht oder?
Ich freue mich über Eure Antworten.

Viele Grüße

Romy & Tiger

helledi Offline

Aktiv-Beagler

Beiträge: 371
Punkte: 371


29.11.2011 13:07
#9 RE: Medikamente bei Beaglepain Zitat · antworten

Hallo Romy,

also unsere Erfahrungen waren bisher immer so, daß der Hund ganz schnell auf das Cortison reagiert hat (schrieb ja auch Conny schon). Wir bleiben nie so lange auf solch hoher Dosis 25/20 mg maximal 3 - 5 Tage, dann runter auf 12,5/10 mg und das dann aber länger.

Gab es zwischenzeitlich schon einen Bluttest? Beim Bluttest sieht man die Leukozyten-Werte. Sind die erhöht, liegt meist eine Entzündung vor, was z.B. auf BP schließen ließe. Gewißheit gibt vielleicht in Eurem Fall nur die Liquoruntersuchung. Was mich wundert, ist daß der Hund so schlecht auf das Cortison anschlägt...
Habt Ihr mal nach Borreliose gefragt?

Natürlich kann BP auch beim 6 jährigen Hund auftreten, ist meiner Menung aber eher seltener.

Wir wünschen gute Besserung.

LG Helke & Edi

Hilderlein Offline

Profi-Beagler

Beiträge: 1.912
Punkte: 1.914

01.12.2011 13:46
#10 RE: Medikamente bei Beaglepain Zitat · antworten

Hallo Romy,

unser TA hat auch erst zweifelsfrei durch eine Liquoruntersuchung SRMA diagnostizieren können.

Ich kann unseren sehr freundlichen und kompetenten TA in Steina nur empfehlen, er hat auch BP-Erfahrung.
In seiner Praxis sind mehrere an BP-erkrankte Tiere in Behandlung.
Wo wohnt ihr denn genau, vielleicht wäre es auch für euch ein Weg.

Helledis Tipp auf Borreliose zu untersuchen ist auch sehr wichtig, das wurde auch bei unserer Luna gemacht, zu mal Tiger ja auch BP-untypisch auf das Korti reagiert.

Gute Besserung wünschen wir natürlich auch!

Liebe Grüße
Ramona und Luna

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