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Dieses Thema hat 42 Antworten
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 Brennpunkt - Beaglegesundheit!!!
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Loonchen

28.05.2010 10:15
Bin verzweifelt Zitat · antworten

Hallo Leute.

Ich bin ganz neu hier und eigentlich froh, mal jemanden zu haben mit dem man sich austauschen kann.

Angefangen hat eigentlich alles mit der Kastration meiner kleinen Loona am 18.05.2010. Bis dahin hatte ich eine muntere, fidele kleine Beagledame. Schon bei der Vorbereitung der OP hatten wir das Problem, dass Loona einfach nicht einschlafen wollte. Nach langem Hin und Her lag sie dann endlich in tiefem Schlaf und ich wartete sehnsüchtig darauf, sie wieder in meine Arme schließen zu können. Die OP verlief recht gut, die Überraschung kam erst danach. Einen Tag nach der OP rief ich die Tierärztin an, weil die Wunde über Nacht extrem blutete. Bei einem erneuten Besuch in der Praxis und einem Ultraschall, der aber einen blutfreien Bauchinnenraum zeigte, wurde festgestellt, dass mein Mädchen Fieber hatte und auch ansonsten nicht wirklich fit war. Mit Antibiotika, Fieber- und Schmerzmittel wurden wir wieder heimgeschickt. Von Tag zu Tag ging es meiner Loona jetzt schlechter. Immer höheres Fieber und ein teilnahmsloses Beaglemädchen lag vor mir. Tag für Tag war ich zweimal beim Tierarzt - keine Besserung. Samstagsmorgens war es wieder so schlimm, mittlerweile 42°C Fieber ... ich wieder zum Tierarzt. Dort hieß es dann, Not-OP. Man stellte eine schwere Bauchfellentzündung fest, soll wohl die Folge einer Allergie gegen das Nahtmaterial sein. Die Ärztin gab uns Loona mit nach Hause und meinte, das Fieber wäre jetzt wohl Vergangenheit. Pustekuchen. Es ging ihr wohl besser, allerdings das Fieber blieb so hoch. In meiner Verzweiflung packte ich sie an Pfingsten ein und fuhr in die Tierklinik. Dort kam sie sofort an Infusionen und musste für 3 Tage bleiben. Dann war sie fieberfrei. Allerdings teilte mir der diensthabende Arzt mit, dass sie wohl Probleme mit der Halswirbelsäule hätte, was von einer Lagerung während der OPs kam. Ich hatte nun meinen Hund wieder zuhause, aber das war nicht mehr mein Beaglemädchen. Sie wollte nicht mehr laufen und wenn sie es tat, war sie steif am ganzen Körper. Oftmals schrie sie vor Schmerzen, obwohl sie keiner berührte und ich wusste nicht mehr, was ich noch tun sollte. Mit Schmerzmittel wurde es etwas besser, aber nicht ok. Irgendwann lag sie neben mir, schrie plötzlich auf, machte sich ganz strack und fiel in Ohnmacht. Ich dachte sie wäre tot. Packte sie und raste zur nächstgelegenen Tierarztpraxis. Mit Infusionen und Sauerstoffmaske kam sie nochmal zu sich. Was war mit meinem Hund? Ich wusste nicht mehr weiter.

Gestern mittag kam dann der Anruf meiner Tierärztin. Sie wisse, was Loona hat. Loona hätte das Beagle-Pain-Syndrom. Ich war total sprachlos, setzte mich an den PC und durchforstete das Internet und traf somit auf dieses Forum. Gestern abend dann wieder zum Tierarzt und dort bekam sie die erste Kortisonspritze (soll 2-3 Wochen halten). Ich dachte jetzt gehts endlich aufwärts, zumal mir die Tierärztin sagte, Loona bräuchte jetzt keine Schmerzmittel mehr.

Und heute nacht ging es jetzt wieder los. Loona schrie vor Schmerzen. Ich gab ihr heute morgen dann doch wieder ein Schmerzmittel.

Wieso wirkt das Kortison nicht oder braucht es länger bis es wirkt? Wird Loona überhaupt nochmal schmerzfrei sein, ich ertrage es bald nicht mehr sie so leiden zu sehen. Vielleicht kann mir jemand mit seiner Erfahrung weiterhelfen. Ich bin für jede Erfahrung dankbar.

cerry

28.05.2010 10:47
#2 RE: Bin verzweifelt Zitat · antworten

Hallo Loonchen. Leider weiss ich gar nichts über den Baegle Pain Syndrom. Ich habe es nur sehr oft schon im Forum gelesen. Ich wünsche Dir Loonamaus das es Dir bald besser geht und Du wieder halb die Alte wirst. Also Gute Besserung. LG. Cerry und ihre Fellnasen Fiby und Gina

Hilderlein Offline

Profi-Beagler

Beiträge: 1.863
Punkte: 1.865

28.05.2010 10:53
#3 RE: Bin verzweifelt Zitat · antworten

Hallo,

du hast da scheinbar für Loona ein Langzeitkortison bekommen.

Wir haben immer täglich Prednisolon gegeben, ist ein BP-Schub im Anmarsch kann man schnell reagieren und die Dosis erhöhen, allerdings mit Absprache des TA.

Ich denke, das Loona hier auch eine individuellere Dosis braucht, die ersten Tage höher, dann immer wieder reduzieren, bis auf eine Dosis die dann etwas länger gegeben wird. Das ist von Hund zu Hund unterschiedlich.

Hat ein Hund mit BP mehrere Rückfälle, so ist es meist so, dass die Gabe an Kortison immer etwas höher liegt, als beim vorangegangenen Rückfall. So jedenfalls war es bei uns.

Du solltest dringend nachfragen, ob du täglich Tabletten geben könntest, nicht diese Langzeitspritze. Die tägliche Gabe von Prednisolon lässt mehr Freiheit bei der Dosierung.

Das Loona nach der OP so reagiert, kann ich mir nur erklären, da es heißt, das betroffene Hundis das BP in sich tragen und durch bestimmte Stresssituationen kommt es zum Ausbruch. Das können positive wie auch negative Stresssituationen sein. Alles in allem ist es noch sehr unerforscht.

Unsere Luna ist bei einem Rückfall/Schub so k. o., dass sie dann meist eine Kortisonspritze benötigt, da sie nichts mehr annimmt. Diese wirkt so schnell, dass sie nach Stunden schmerzfrei erscheint und dann auch die Tabletten wieder annimmt.
Hier mal unser Beispiel:
Erkrankung: erstmals 10 mg
1. Rückfall: 10 mg
2. Rückfall: 30 mg (allerdings 2 x täglich, da die Ausfallerscheinungen sehr groß waren)
3. Rückfall: 40 mg
4. Rückfall: 50 mg

Kopf hoch, das schafft die kleine Loona! Und das Prednisolon macht bei richtiger Dosierung für Loona wirklich ein relativ "normales" Leben möglich.
Rückfälle müssen aber nicht sein, es gibt auch Beispiele, wie Shanti, wo es glaub zu keinem Rückfall kam.
Wunden heilen schlechter bei BP, da das Immunsystem durch das Kortison "heruntergefahren" wird, ihr müsst sehr geduldig sein.
Wir wünschen euch ganz viel Kraft und gute Besserung für die Kleine.

Melde dich bitte wieder, wie es Loona geht und was die TÄ sagen.

Liebe Grüße
Ramona und Luna

Kleene Fieby

28.05.2010 11:17
#4 RE: Bin verzweifelt Zitat · antworten

Hallo ihr Lieben

Meine kleine Fieby hatte auch erst diesen anfall BP Sie bekommt dagegen nun Prednisolon aber in tabletten form noch bekommt sie 5 tabletten am Tag.
Wir waren heute früh wieder beim arzt und es gibt eine Möglichkeit Hirnflüssigkeit zu entnehmen um zu schauen wie weit es verbreitet ist.
Bei Fieby wurde blut abgenommen so das wir ihr Blutbild anschauen können was da raus kommt erfahre ich leider erst heut nachmittag.
Aber sonnst geht es ihr schon besser wie vorher.



LG Janine

Toxeline

28.05.2010 11:29
#5 RE: Bin verzweifelt Zitat · antworten

Leider oder Gott sei Dank kenne ich mich mit Beagle Pain nicht aus. Ich wünsche allerdings allen betroffenen Tieren von gute Besserung.

Alles Liebe
Angelika und Toxi

helledi Offline

Aktiv-Beagler

Beiträge: 360
Punkte: 360


28.05.2010 11:42
#6 RE: Bin verzweifelt Zitat · antworten

Hallo,

also bei uns hat das Cortison immer sehr schnell angeschlagen, also innerhalb von 4 - 5 Stunden. Das Cortison wirkte sowohl schmerzlindernd als auch fiebersenkend, so dass mit der Cortisongabe keine weiteren Medikamente gegeben werden mußten. Wir hatten aber auch immer welches in Tablettenform. Langzeitcortison per Spritze kenne ich nicht.
Ist die Diagnose zweifelsfrei festgestellt worden?
Hast Du in der Nähe eine Tierklinik, die z.B. eine Liquoruntersuchung machen könnte? Damit kann BP genauer bestimmt werden, als über das Blutbild.

Ich drücke Euch von ganzem Herzen die Daumen, daß eine schnellere Besserung eintritt.
Bitte gib uns Bescheid, wie es der Kleinen geht.

LG von Helke & Edi

shanti

28.05.2010 12:02
#7 RE: Bin verzweifelt Zitat · antworten

Hallo,

ich würde sofort mit einenr tägl. Dosis Cortison anfangen. Anfangs bekam Shanti auch das Cortison in der Tierklinik per Spritze und zuhause dann tägl. als Tablette. Die Dosis wird sicher anfangs sehr hoch sein aber mit der Zeit weniger werden. Hauptsache die Kleine wird schmerzfrei das ist ja zusätzlicher Stress
für sie. Du selber bist ja auch schon ganz kaputt und fertig was man sich wirklich vorstellen kann nach dem was Ihr die letzte Zeit durchgemacht habt.
Ist denn in Deiner Klinik Erfahrung mit BP vorhanden? Wie war es denn nach der Spritze war ssie da schmerzfrei?
Wenn ja dann denke ich ganz fest das sie es tägl. per Tablette um erstmal schmerzfrei zu werden dann kann sie anfangen langsam gesund zu werden
das wird dauern aber es klappt.
Shanti hat bis dato und ich bete es bleibt so keinen Rückfall gehabt. Du siehst es gibt hilfe.

Ganz viel Kraft und schnelle Hilfe für Euch beide und gebe bescheid wie es Deiner Maus weiterhin geht.

LG
Jeannine & Shanti

Sammy

28.05.2010 12:16
#8 RE: Bin verzweifelt Zitat · antworten

Wie ich das jetzt gelesen habe, standen mir die Tränen in den Augen!
Ich hoffe und drücke euch alles was ich habe an Fingern, das es bald besser oder gar ganz weg ist.
So leiden sollte kein Hund und das Frauchen auch nicht!
Alles alles Gute für Euch
Und laß den Kopf nicht hängen, die Kleine braucht dich jetzt noch mehr
LG Andrea

Loonchen

28.05.2010 14:24
#9 RE: Bin verzweifelt Zitat · antworten

Danke Ihr Lieben,

eure Beiträge haben mir sehr geholfen. Loona scheint noch nicht wirklich schmerzfrei zu sein, denn gerade wenn sie beim Fressen oder Trinken den Kopf senken muss, jault sie auf. Sie hat noch immer die Halskrause an, um die Halswirbelsäule zu entlassen. Allerdings schläft sie viel und es geht ihr wesentlich besser, als vorher. Leider haben der Tierarzt und die Tierklinik verhältnismäßig wenig Ahnung von BP. Und meine behandelnde Tierärztin ist ab heute in Urlaub. Ich werde, wenn es jetzt nicht besser wird die Klinik nochmal aufsuchen und auf Kortison in Tablettenform bestehen. Ich danke Euch auf alle Fälle für eure Unterstützung. Danke !!!

helledi Offline

Aktiv-Beagler

Beiträge: 360
Punkte: 360


28.05.2010 15:20
#10 RE: Bin verzweifelt Zitat · antworten

Hallo,

ich würde Dir empfehlen den Freßnapf erhöht zu stellen, damit sie sich nicht bücken muß. Wir haben so einen verstellbaren Freßnapfhalter. Der ist ganz gut.http://www.zooplus.de/shop/hunde/fressna...doppelnapf/7759
Leider kennen die meisten Betroffenen hier das Martyrium mit den Ärzten. Die Krankheit ist in Deutschland nicht so sehr erforscht. Gute Tierkliniken kennen sich damit aus, aber es gibt eben kein Grundrezept für die Behandlung.
Sei froh, daß es erst mal diagnostiziert wurde. Das ist schon ein großer Vorteil.
Wenn Du in die Klinik fährst, frage nach der Dosierung - also wieviel mg bekommt der Hund Cortison pro Tag.
Hier im Forum gibt es unterschiedlich Mengen, die bei der Hochdosierung verabreicht wurden.
Bei uns waren es letztens als Anfangsdosis 30 mg pro Tag bei einem Gewicht von 14,2 kg für 3 Tage.

Wir drücken Euch die Daumen und wünschen Euch viel Glück.

LG Helke & Edi

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