Ich vergesse nie wie ich am 2. Dez. 05 unsere kleine Shanti zu uns geholt habe. Sie war so klein und zierlich und dennoch wie sich heraus stellte eine starke kleine Persönlichkeit.
Shantis Leiden fing am Samstag vor Ostern 2006 an. Sie lag nur in Ihrem Körbchen nicht einmal das Zubereiten ihres Essens lockte sie dort heraus. Als wir sie nach einiger Zeit streichelten und versuchten zum essen zu locken, jaulte sie förmlich bei jeder Berührung laut auf. Da sich nichts in den darauf folgenden Stunden änderte sind wir zum späten Nachmittag zu einer Nottierärztin. Die dortige Diagnose hieß Nacken verspannt! Shanti bekam eine Spritze gegen das dort festgestellte Hohe Fieber (über 40) und ein Schmerzmittel in flüssiger Form welches sie alle 4-5 Stunden weiter bekommen sollte. Das taten wir auch und zum Sonntag waren ihre Schmerzen nicht mehr ganz so stark. Allerdings stellten wir fest, dass ihre Beweglichkeit eingeschränkt war. Sie konnte ihren Kopf nicht zu den Seiten drehen und nach unten Bewegen auch konnte sie keine Stufen gehen. Dienstag nach Ostern sind wir sofort zu unserem Tierarzt da ihre Symptome wieder stärker wurden. Nun schaute Shanti auch wie hypnotisiert an die Wand stellte sich an die Wände immer ganz dicht als würde sie die Orientierung verlieren. Sie machte einen Buckel und jede Bewegung schien ihr schmerzen zu bereiten. Unser Tierarzt vermutete einen Fremdkörper oder gar eine Vergiftung. Shanti wurde geröntgt aber nichts zu sehen. Bevor wir uns wieder auf den Heimweg machten bekam sie noch eine Spritze gegen das Fieber welches wieder bei 40 Grad lag. Zuhause angekommen wirkte sie entspannt, lag aber sicher an der Spritze gegen Schmerzen die sie zuvor auch noch bekam. Zum Mittag und Nachmittag wurden die Schmerzen wieder so stark und wir gaben ihr das Schmerzmittel welches wir von der Nottierärztin bekamen. Das half nicht mehr richtig und zum späten Abend wurde alles noch viel schlimmer. Shanti war ganz in sich selbst gekehrt, lag zusammen gekauert auf dem Bett und aus Nase und Mund lief Wasser. Bei jeder Berührung schrie sie auf es war furchtbar. Da handelten wir ganz intuitiv! Es war elf Uhr abends ich nahm Shanti auf den Arm und wir mit dem Auto zu unserem Tierarzt . Gut das er seine Klinik in eigenen Haus hat und uns sofort herein lies. Er wusste selbst nicht mehr weiter und rief sofort in einer Tierklinik an. Von dort bekam er mitgeteilt wir sollten uns sofort auf den Weg machen. Das taten wir dann auch und fuhren los. Dort angekommen wurden wir gleich empfangen und in den Untersuchungs- Raum geführt. Die Ärztin sagte nachdem wir Shantis Krankheitsverlauf erläuterten sofort zu uns, es sieht aus als hätte sie das sogenannte Beagle Pain Syndrom. (Steril Eitrige Meningitis) Shanti blieb in der Klinik bekam sofort einen Morfium Tropf damit sie die Nacht durch schlafen konnte ganz ohne Schmerzen. Am nächsten Tag wurde ihr in Narkose Liquor entnommen. Auch wurde ihr Blut abgenommen und alles sofort in die Labore zur Untersuchung gesandt. Da aber bereits der Verdacht auf Meningitis bestand begann man sofort mit der Behandlung. Shanti bekam Kortison genau gesagt Prednisolon sehr hoch dosiert mit 10 mg angefangen. Einen Tag später kam die Bestätigung das Liquor war voll von entzündeten Zellen und Blut. Nun begann eine bange Woche des Hoffen und Beten für uns alle. Täglich riefen wir in der Klinik an um zu erfahren wie die Cortison Therapie anschlug. Die ersten zwei Tage war noch nicht viel Besserung eingetreten aber dann wurde es stetig besser. Shanti war allerdings sehr zitterig auf den Beinen welches auf das Cortison zu schieben war aber sie konnte schon wieder ihr Geschäft erledigen und machte sich wieder über ihr essen her. Den darauf folgenden Samstag konnten wir unsere Shanti abholen, was für ein wunderschöner Tag. Die Cortison Therapie ging weiter, allerdings sollten wir in regelmäßigen Abständen die Menge verringern sodass ihr Körper nicht verlernt eigenes Cortison zu produzieren. Ein Jahr lang sollte die Therapie -aufrecht erhalten werden, dass Cortison soll schleichend abgesetzt werden. Die Gefahr eines Rückfalles wäre laut unsere Tierklinik sonst eher gegeben. Ab dem zweiten Lebensjahr wäre die Gefahr eines Rückfalles sehr gering müsste dann aber mit einer neuen Cortison Therapie behandelt werden. Unser Shanti ist nun fast 3,5 Jahre alt, kein Rückfall aber einiges auf den Hüften. Wie beim Menschen führt Cortison auch bei Tieren zur Gewichtszunahme, aber alles zum trotz unsere Shanti hat keine Folgeschäden und ist jetzt ein glückliches gesundes Beagle Mädchen und wir freuen uns auf viele weitere glückliche Jahre mit ihr. Ich hoffe mit meinem Bericht helfen zu können, leider kennen diese Krankheit noch wenige Ärzte obwohl die Tendenz der Erkrankungen steigend ist. Je mehr über diese Krankheit berichtet wird umso schneller kann reagiert, geholfen und behandelt werden.